Eisangeln: 7 Millionen Deutsche träumen vom Biss unter der zugefrorenen Oberfläche.

Eisangeln ist in Deutschland weit mehr als nur ein Wintersport; es ist eine Leidenschaft, die Millionen begeistert. Etwa 7 Millionen Deutsche träumen davon, den ersten Biss unter der zugefrorenen Oberfläche zu spüren. Die Faszination des Eisangelns liegt in der Ruhe, der Naturverbundenheit und der Herausforderung, selbst bei eisigen Temperaturen erfolgreich zu sein. Dieser Artikel beleuchtet die Grundlagen, die Ausrüstung, die besten Angelplätze und die rechtlichen Aspekte des Eisangelns.

Doch Eisangeln hat auch seine Gefahren. Das Betreten von zugefrorenen Gewässern birgt Risiken, ice fishing und eine sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich. Dieses Hobby erfordert nicht nur Kenntnisse über Angeltechniken, sondern auch ein Verständnis für die Wetterbedingungen und die Beschaffenheit des Eises. Wir werden uns eingehend mit Sicherheitsmaßnahmen und den notwendigen Vorkehrungen befassen, damit Ihr Eisangelerlebnis sicher und unvergesslich wird.

Die Grundlagen des Eisangelns

Eisangeln unterscheidet sich vom Angeln im fließenden oder stehenden Gewässer durch die besonderen Bedingungen. Das Fischen erfolgt durch ein Loch im Eis, das mit einem Eispickel oder einer Eisfraese gebohrt wird. Die Köder werden oft mit einem einfachen Posenrig oder einem Blinkerrig angeboten. Die Wahl der richtigen Köder und Techniken hängt von der Fischart ab, die man fangen möchte. Typische Zielfische beim Eisangeln sind Barsch, Hecht, Zander und Rotauge.

Ein wichtiger Aspekt beim Eisangeln ist die Geduld. Oftmals dauert es lange, bis ein Fisch anbeißt. Daher ist es wichtig, sich warm anzuziehen und sich ausreichend zu beschäftigen, während man wartet. Viele Angler nutzen die Zeit, um die Natur zu genießen oder sich mit anderen Anglern auszutauschen. Die ruhige Atmosphäre und die unberührte Natur sind ein wesentlicher Teil der Faszination des Eisangelns.

Die Technik des Anfütterns kann ebenfalls hilfreich sein. Durch das Einbringen von Futter in das Loch können Fische angelockt werden. Dabei sollte man jedoch darauf achten, das Futter nicht zu übertreiben, da dies die Fische auch abschrecken kann. Verschiedene Arten von Futter, wie Maden, Würmer oder Pellets, können je nach Fischart eingesetzt werden.

Fischart
Geeigneter Köder
Empfohlene Angeltechnik
Barsch Maden, Würmer, kleine Blinker Posenangeln, Jiggen
Hecht Große Blinker, Köderfische Schleppen, Vertikalangeln
Zander Köderfische, Gummifische Vertikalangeln, Grundangeln
Rotauge Maden, Würmer, kleine Haken Posenangeln, Direktangeln

Die richtige Ausrüstung für das Eisangeln

Eine sorgfältige Ausrüstung ist das A und O beim Eisangeln. Neben der Grundausstattung wie Angel, Rolle und Schnur benötigt man spezielle Ausrüstungsgegenstände, die auf die Bedingungen des Eisangelns zugeschnitten sind. Dazu gehören ein Eispickel oder eine Eisfraese zum Bohren des Lochs, eine Eislöffel zum Entfernen von Eisresten, ein Kescher zum Landen des Fisches und warme Kleidung, um sich vor der Kälte zu schützen.

Besonders wichtig ist die Wahl der richtigen Kleidung. Mehrere Schichten warmer Kleidung sind besser als eine einzige dicke Schicht. Wasserabweisende und winddichte Kleidung ist empfehlenswert, um sich vor Feuchtigkeit und Wind zu schützen. Dazu gehören eine wasserdichte Jacke und Hose, warme Handschuhe, eine Mütze und wasserdichte Stiefel.

Auch die Angel selbst sollte für das Eisangeln geeignet sein. Eine kurze Angel mit einer feinen Spitze ist ideal, um die Bisse der Fische zu erkennen. Die Schnur sollte ebenfalls frostbeständig sein, da sie sonst leicht brechen kann. Eine gewisse Kenntnis von Angelschnüren ist dementsprechend notwendig, was sich in dem folgenden kleinen Überblick zeigt:

  • Monofile Schnüre: Preiswert, gute Allround-Eigenschaften, aber weniger abriebfest.
  • Geflochtene Schnüre: Hohe Tragkraft, geringe Dehnung, aber teurer und schwieriger zu handhaben.
  • Fluorocarbon-Schnüre: Unsichtbar im Wasser, abriebfest, aber teuer und steif.

Sicherheit geht vor: Vorkehrungen beim Eisangeln

Die Sicherheit sollte beim Eisangeln immer an erster Stelle stehen. Das Betreten von zugefrorenen Gewässern birgt Risiken, die man nicht unterschätzen darf. Bevor man das Eis betritt, sollte man sich unbedingt über dessen Dicke informieren. Eine Eisschicht von mindestens 10 cm ist für eine einzelne Person ausreichend, während für mehrere Personen eine Dicke von mindestens 15 cm erforderlich ist.

Man sollte niemals alleine aufs Eis gehen. Im Notfall ist es wichtig, dass sich jemand in der Nähe befindet, der helfen kann. Außerdem sollte man immer ein Sicherheitsseil und Eispickel mit sich führen. Mit dem Eispickel kann man sich bei einem Einbruch ins Eis am Rand festhalten und sich wieder herausziehen. Das Sicherheitsseil kann verwendet werden, um sich zu einer anderen Person zu ziehen oder sich selbst zu retten.

Bevor man mit dem Bohren beginnt, sollte man die Eisdicke an verschiedenen Stellen prüfen. Das Eis kann an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich dick sein. Man sollte auch auf Anzeichen von Instabilität achten, wie z.B. Risse oder dunkle Stellen. Nachfolgend einige Maßnahmen die ebenfall wichtig sind:

  1. Informiere dich über die Wettervorhersage und die Eisbedingungen.
  2. Gehe niemals alleine aufs Eis.
  3. Trage eine Rettungsweste.
  4. Nimm ein Sicherheitsseil und Eispickel mit.
  5. Vermeide es, dich zu weit vom Ufer zu entfernen.

Die besten Angelplätze für das Eisangeln

Die Wahl des richtigen Angelplatzes ist entscheidend für den Erfolg beim Eisangeln. Typische Angelplätze sind Buchten, Unterwasserstrukturen, Kanten und Stellen, an denen Zuflüsse ins Gewässer münden. An diesen Stellen halten sich oft Fische auf, die auf der Suche nach Nahrung sind.

Auch die Tiefe des Wassers spielt eine Rolle. In flachen Gewässern sind oft Barsche und Rotaugen anzutreffen, während in tieferen Gewässern eher Hechte und Zander zu finden sind. Die genaue Beschaffenheit des Gewässers kann man am besten mit einem Echolot oder einer Unterwasserkamera erkunden.

Viele Angler schwören auf das Angeln in der Nähe von Vegetation. Pflanzen bieten Fischen Schutz und Nahrung. Besonders gut geeignet sind Stellen, an denen Wasserpflanzen unter dem Eis wachsen. Hier finden sich oft zahlreiche Barsche und Rotaugen auf.

Rechtliche Aspekte des Eisangelns

Das Eisangeln ist in Deutschland in der Regel erlaubt, aber es gibt einige rechtliche Aspekte, die man beachten muss. In einigen Bundesländern ist das Eisangeln nur in bestimmten Gewässern oder zu bestimmten Zeiten erlaubt. Es ist daher wichtig, sich vor dem Angeln über die geltenden Bestimmungen zu informieren.

Ebenfalls zu beachten ist das Fischereirecht. Um in Deutschland angeln zu dürfen, benötigt man einen gültigen Fischereischein. Dieser kann bei den zuständigen Fischereiverbänden oder Behörden beantragt werden. Außerdem muss man die gesetzlichen Mindestmaße und Schonzeiten der Fische beachten. Das Nichtbeachten dieser Bestimmungen kann zu Geldstrafen führen.

Darüber hinaus sollte man sich über die Regeln des jeweiligen Gewässers informieren. Einige Gewässer sind beispielsweise nur für Mitglieder eines bestimmten Angelvereins zugänglich. Es ist wichtig, sich an die Regeln zu halten und die Natur zu respektieren. Nachfolgend eine kleine Übersicht legaler Rechte:

Bundesland
Eisangeln erlaubt?
Besondere Bestimmungen
Brandenburg Ja Eisdicke mindestens 10 cm
Bayern Ja, aber eingeschränkt Nur in bestimmten Gewässern und mit Erlaubnis
Berlin Ja Eisdicke mindestens 10 cm, Angelerlaubnis erforderlich
Nordrhein-Westfalen Ja Eisdicke mindestens 10 cm, Angelerlaubnis erforderlich

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